Badminton Wetten in der Schweiz: Was erlaubt ist, wie Quoten funktionieren und was der Spielerschutz kostet
20 Oktober 2026 · Stand der Daten: Gespa-Bewilligungsliste (10.09.2026) und Spielregeln Sporttip, Version 4.2 (14.10.2026)

Badminton gehört nicht zu den Sportarten, bei denen die Schweiz einfach mitwettet, weil der Weltverband eine schicke Turnierserie fährt. In diesem Land bestimmen zwei Vertägen die Anzahl Veranstalter, und die behördliche Liste bestimmt, was überhaupt gewettet werden darf. Wer auf Badminton setzen will, muss also zwei Fragen getrennt beantworten: Wer darf hier überhaupt Sportwetten anbieten? Und steht diese Sportart auf der Gespa-Liste, auf der das Geldspielgesetz Wetten erlaubt? Die Antwort auf die erste Frage ist kurz und laut vier Befehlen: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Alles andere ist Werbung ohne Schweizer Bewilligung, auch wenn die Domain seriös klingt.
Die Regeln, die Quoten und die Schutzmechanismen für Badminton-Wetten in der Schweiz sind klar geregelt. Zehn Anbieter, die ein Suchender typischerweise zuerst sieht, werden in diesem Artikel eingeordnet. Wer direkt wissen will, wo ein Wettschein abgegeben werden kann, springt zum Anbietervergleich. Wer verstehen will, warum nur zwei Anbieter erlaubt sind und welche Rolle die Gespa-Liste dabei spielt, findet hier die Hintergründe.
Inhaltsverzeichnis
- Spielerschutz und Verlustlimiten: was jeder Wettende zuerst setzen muss
- Anbieter im Vergleich: zwei Schweizer Veranstalter, zehn Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
- Badminton als Wettsport: Zählweise, Disziplinen und was eine Quote abbildet
- Rechtliche Lage in der Schweiz: Bewilligung, Gespa-Liste und Sperrliste
- Wettangebot für Badminton bei den bewilligten Veranstaltern
- Wer in der Schweiz wettet: Identität, Wohnsitz und Registrierung
- Was die Schweizer Verhandlungsangebote von den internationalen unterscheidet
- Häufige Fragen
Spielerschutz und Verlustlimiten: was jeder Wettende zuerst setzen muss
Wer in der Schweiz zum ersten Mal an einer Sportwette teilnimmt, gibt nicht einfach Einsatz und Kreditkartennummer ein. Das Geldspielgesetz verlangt vom Veranstalter, dass er den Spielenden zwingt, eigene Limiten zu setzen, und die Anbieter haben das in ihren Bedingungen konkretisiert. Bei Sporttip sind das drei Verlustlimiten: eine für einen Tag, eine für sieben Tage, eine für dreissig Tage. Die Tagesobergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung einer Limite wird sofort wirksam. Eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, weil das eine Schutzfunktion gegen impulsives Nachschieben von Verlusten ist.

Die Schutzfunktion endet hier nicht. Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage, die unabhängig von der Verlustlimite greift. Wer also am Monatsanfang entscheidet, dass nur CHF 200 auf das Konto sollen, kann das tun, ohne dafür eine Verlustlimite zu verändern. Beide Werte werden nicht vom Staat festgelegt, sondern vom Spielenden selbst – das ist der Kern des Schweizer Modells: nicht der Regulator wählt die Limite, sondern der Spielende, aber er muss eine wählen.
Daneben existiert das Sperrsystem. Wer sich selber sperrt, kann das produktbezogen für 1 bis 180 Tage tun, ohne Möglichkeit der vorzeitigen Aufhebung. Wer eine unbefristete Spielsperre einträgt, landet in einem schweizweiten Register, das auch für die Casinos gilt, einschliesslich der Online-Casinos, und im Fürstentum Liechtenstein. Eine Aufhebung ist erst nach drei Monaten möglich, mit Einbezug einer Fachstelle. Das ist die zweite Schutzmauer: wer sich aussperrt, kommt nicht ohne Verfahren zurück. Auszahlungen an gesperrte oder minderjährige Personen sind nach dem Gesetz ausgeschlossen.
Was das für die konkrete Wette heisst: die Limite, die man selbst setzt, gilt vor jeder Quotenwahl. Wer eine Tageslimite von CHF 50 setzt, kann an diesem Tag nicht mehr riskieren. Wer eine Monatslimite von CHF 200 setzt und am 5. des Monats CHF 180 verspielt hat, kann am gleichen Tag noch CHF 20 riskieren, aber keine CHF 50. Wer das nicht akzeptieren will, bekommt bei den Schweizer Veranstaltern gar kein Konto.
Ein zweiter Punkt, der oft übersehen wird: eine Wette, die das selbstgesetzte Limit überschreitet, wird technisch nicht angenommen. Bei Sporttip ist der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000, pro Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit und ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer mit hohen Einsätzen plant, hat bei den Schweizer Veranstaltern eine klare Decke – das ist Teil der Architektur, nicht ein Bonus, den man aushandelt.
Anbieter im Vergleich: zwei Schweizer Veranstalter, zehn Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Die Schweizer Rechtslage kennt keinen Wettbewerb der Buchmacher im üblichen Sinn. Sie kennt zwei bewilligte Veranstalter, die das interkantonale Geldspielgesetz zulässt, und eine geschlossene Liste von Sportarten und Wetttypen, auf die sich diese Veranstalter beschränken müssen. Acht weitere Anbieter, die ein Suchender bei einer Google-Recherche nach «online badminton wetten» sofort findet, haben keine Schweizer Bewilligung. Sie stehen in der folgenden Tabelle, weil ein Schweizer Suchender sie sieht, mit einer klaren Einordnung.

| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Bewilligungsträger bzw. gemeldete Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Basel), bewilligt durch die Gespa |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS | Société de la Loterie de la Suisse Romande (Lausanne), bewilligt durch die Gespa |
| Rollbit | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BDMBet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BetFury | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Unibet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Rabona | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BetOnRed | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Betovo | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| HornetBet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
Die Spalte «Schweizer Bewilligung» trennt die Realität, die das Geldspielgesetz schafft: hierzulande sind nur die beiden oberen Anbieter zugelassen, alles andere ist Werbung ohne Schweizer Bewilligung. Diese Werbung ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und nach Art. 131 BGS mit einer Busse bis CHF 500’000 strafbar. Wer auf einen dieser acht Namen klickt, sollte wissen, dass die Seite jederzeit auf der Gespa-Sperrliste landen kann, was eine DNS-Sperre durch die Schweizer Telekomprovider auslöst. Wer dort schon Geld liegt, hat keinen Schweizer Rekursweg.
Für Badminton im Speziellen bedeutet das: auch bei den bewilligten Veranstaltern hängt die Verfügbarkeit davon ab, ob die Gespa-Liste die Sportart, den Wettbewerb und den Wetttyp führt. BWF World Tour, Thomas Cup, Uber Cup und Sudirman Cup sind etablierte Wettbewerbe, deren Status auf der Liste sich aber von Version zu Version ändern kann. Wer auf ein bestimmtes Spiel setzen will, prüf das im Wettprogramm des Veranstalters, nicht in einer allgemeinen Sportwettenliste.
Swisslos Sporttip
Swisslos ist die Genossenschaft der Deutschschweizer Kantone und führt die Sportwetten unter dem Produktnamen Sporttip. Der Sitz ist Basel, und die interkantonale Vereinbarung von 2019 ist die rechtliche Grundlage. Der Veranstalter darf nur in seinem Vertragsgebiet aktiv werden, also in den Deutschschweizer Kantonen, im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Ein Online-Konto bekommt nur, wer dort wohnt oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.
Das Wettangebot für Badminton folgt der Gespa-Liste. Wer eine Einzelwette, eine Kombiwette oder eine Systemwette platzieren will, kann das innerhalb der gesetzlichen und der betreiberseitigen Limiten tun: CHF 1 Mindesteinsatz, CHF 1’000 Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombinationswette, CHF 10’000 pro Systemwette. Sporttip bietet Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten vor Spielbeginn und live, aber nur als vollständiges Cash-Out, immer tiefer als der potenzielle Gewinn bei regulärem Wettabschluss. Live-Wetten gelten unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird, und Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00.
Was diese Plattform für Badminton-Wetten ausmacht: das Wettprogramm ist regelkonform, aber enger als bei internationalen Anbietern, weil die Gespa-Liste bestimmt, was überhaupt im Programm stehen darf. Wer BWF-Turniere, nationale Meisterschaften oder Olympia sucht, prüf die Verfügbarkeit jedes Mal neu. Sporttip ist für den Spielenden, der in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, die einzige rechtlich abgesicherte Anlaufstelle.
Verdikt: wer in diesem Vertragsgebiet wohnt und Badminton als Wettmarkt sucht, kommt an Sporttip nicht vorbei. Wer ausserhalb wohnt, hat bei Sporttip kein Konto.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande führt die Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport. Verbreitungsgebiet sind die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Online-Konto bekommt nur, wer dort wohnt oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Die Kontaktadresse der Loterie Romande ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.
Für Badminton gilt das Gleiche wie bei Swisslos: das Wettprogramm folgt der Gespa-Liste, und Verfügbarkeit ist nicht selbstverständlich. Wer in der Westschweiz wohnt und Badminton wetten will, geht zu Jouez Sport, weil es die einzige bewilligte Plattform für diesen Wohnsitz ist. Wer die Plattform mit internationaler Auswahl vergleicht, vergleicht Äpfel mit Birnen: das eine ist ein bewilligtes Angebot innerhalb eines regulatorischen Korsetts, das andere ist ein Markt, der in der Schweiz nicht zugelassen ist. Die Spielsperren, die Verlustlimiten und die Auszahlungsregeln sind in beiden Fällen nach dem Geldspielgesetz gleich aufgebaut, weil beide Anbieter dem gleichen Regime unterstehen.
Verdikt: wer in der Romandie wohnt, findet hier die einzige rechtlich abgesicherte Anlaufstelle für Badminton-Wetten, mit identischem Spielerschutz wie bei Sporttip. Wer die Romandie verlässt, verliert das Konto.
Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Die zehn Anbieter Rollbit, BDMBet, BetFury, Unibet, Rabona, BetOnRed, Betovo und HornetBet haben in der Schweiz keine Bewilligung. Sie besitzen Lizenzen, die im Ausland ausgestellt sind – Curaçao, Anjouan oder andere Jurisdiktionen – und diese Lizenzen haben in der Schweiz keine Wirkung. Das ist kein Wettbewerbsnachteil, sondern der rechtliche Status: das Geldspielgesetz kennt für Sportwetten nur die im Abschnitt «Anbieter im Vergleich: zwei Schweizer Veranstalter, zehn Anbieter ohne Schweizer Bewilligung» erwähnten Veranstalter.
Was das praktisch heisst: diese Anbieter sind nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, sie bieten keinen Schweizer Rekursweg, und die Gespa kann ihre Domains auf die Sperrliste setzen. Eine DNS-Sperre trifft die Domains innert Stunden. Wer dort spielt, hat im Streitfall keinen Schweizer Ansprechpartner, und im Konkursfall des Anbieters keine Schweizer Sicherung. Die Werbung für solche Angebote ist in der Schweiz verboten und wird mit Busse bis CHF 500’000 bestraft.
Verdikt: die Plattformen stehen hier, weil ein Suchender sie sieht, nicht weil sie eine Alternative sind. Wer in der Schweiz wohnt und Badminton wetten will, hat nur die zwei im Abschnitt «Anbieter im Vergleich: zwei Schweizer Veranstalter, zehn Anbieter ohne Schweizer Bewilligung» erwähnten Optionen – alles andere ist regulatorisch gesehen Werbung, die es in dieser Form hier nicht geben darf.
Badminton als Wettsport: Zählweise, Disziplinen und was eine Quote abbildet
Badminton wird auf zwei Gewinnsätze bis 21 gespielt. Ein Satz ist gewonnen, wenn eine Partei mindestens 21 Punkte mit mindestens zwei Punkten Vorsprung hat. Steht es 20:20, wird verlängert, bis ein Vorsprung von zwei Punkten besteht oder 30 Punkte erreicht sind. Ein Satzergebnis von 30:29 ist also möglich und kein Eingabefehler. Diese Zählweise heisst Rallypoint und gilt seit dem 6. Mai 2006 weltweit; vorher konnte nur die aufschlagende Partei punkten. Wer Sätze und Punkte auf dem Wettschein sieht, sieht eine Quote auf ein Satzergebnis oder einen Satzwert, der diese Regel voraussetzt.
Ab 2027 soll auf der BWF World Tour auf zwei Gewinnsätze bis 15 gespielt werden, mit Verlängerung bis 21. Die Generalversammlung 2025 hat das mit 82 Prozent Zustimmung beschlossen. Bis dahin gilt die 21-Punkte-Regel weiter, was die meisten Wettangebote abbilden. Wer heute einen Wettschein für ein Turnier der BWF World Super 1000 kauft, der sieht die 21-Punkte-Zählweise; wer 2027 eines sieht, der sieht möglicherweise die 15-Punkte-Variante, je nachdem wie schnell die Gespa-Liste das nachzieht.
Das Badmintonfeld ist 13,40 Meter lang und 6,10 Meter breit, im Einzel 5,18 Meter breit. Es gibt fünf Disziplinen: Dameneinzel, Herreneinzel, Damendoppel, Herrendoppel und Mixed. Eine Wette auf das Herreneinzel ist also nicht dasselbe wie eine Wette auf das Mixed; die Marktentypen einer Sportwette (Sieg, Handicap, Satzwette, Gesamtspiele) sind nicht alle für jede Disziplin gleich üblich. Bei den bewilligten Schweizer Veranstaltern hängt das Angebot davon ab, was die Liste erlaubt, und die Liste führt Badminton als Wettmarkt in den gängigen Wettbewerben.
Zu den Wettbewerben: der Thomas Cup wird seit 1949 für Herren-Nationalteams ausgetragen, der Uber Cup seit 1957 für Damen-Nationalteams, der Sudirman Cup seit 1989 für gemischte Teams. Die All England Championships gibt es seit 1899; sie sind zusammen mit den China Open, den Malaysia Open und den Indonesia Open Teil der Kategorie BWF World Tour Super 1000. Eine Wette auf All England ist also qualitativ etwas anderes als eine Wette auf ein kleineres BWF-Turnier, weil das Teilnehmerfeld und die Quote zusammenhängen.
Wie eine Quote entsteht und was die Marge ist
Eine Wettquote ist der Preis, den der Veranstalter für einen Einsatz zahlt. Bei einer Einzelwette mit Quote 1.90 auf einen Sieg bekommt der Spielende für CHF 1 Einsatz CHF 1.90 zurück, wenn die Wette eingeht. Der Nettogewinn ist CHF 0.90. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote: drei Wetten mit 1.90, 1.90 und 1.90 ergeben eine Gesamtquote von 6’859, der Nettogewinn auf einen Einsatz von CHF 10 ist CHF 58.59, die Auszahlung CHF 68.59.
Was die Marge ist: der Veranstalter hält nicht den vollen Einsatz als Gewinn, sondern gibt einen Teil davon als Auszahlung wieder zurück. Bei einer 2-Wege-Wette mit zwei gleich verteilten Ausgängen (Quote 1.90 / 1.90) zahlt der Markt im Durchschnitt 1 / (1/1.90 + 1/1.90) = 1 / (0’526 + 0’526) = 1 / 1.0526 = 0.95 Prozent des Einsatzes als Auszahlung an alle gewinnenden Wetten gemeinsam zurück. Das heisst: 5 Prozent des Einsatzes bleiben beim Veranstalter. Das ist die Marge. Bei einem Markt mit drei Ausgängen (Sieg/Unentschieden/Niederlage im Fussball zum Beispiel) und identischen Quoten wäre die Auszahlung tiefer und die Marge höher.
Eine Marge von 5 Prozent ist im Sportwetten-Markt ein realistischer Wert, am unteren Ende der Spanne. Wer eine Quote sieht, die deutlich tiefer ist als der faire Wert (Quote 2.00 auf einen 50/50-Ausgang statt 1.90 zum Beispiel), sieht einen Markt mit viel Marge, und wer dort wettet, verliert auf Dauer mehr. Wer eine Quote sieht, die knapp über dem fairen Wert liegt, sieht einen Markt mit wenig Marge, was bei internationalen Anbietern in Hauptmärkten wie Fussball oder Tennis häufiger vorkommt. Bei den bewilligten Schweizer Veranstaltern sind die Hauptmärkte ähnlich knapp kalkuliert, die Randsportarten wie Badminton liegen eher im mittleren Bereich, weil das Volumen kleiner ist.
Die Marge gilt pro Markt. Die Marge des Marktes «Sieg» auf ein Badminton-Einzel ist nicht die Marge des Marktes «Handicap» auf dasselbe Spiel. Wer viele Wetten in einem Markt mit hoher Marge platziert, verliert schneller, als die Quoten es vermuten lassen, weil die kleine Differenz zwischen scheinbarem fairem Wert und tatsächlichem Preis sich summiert.
Wie der Gewinn spielt: Einsatz mal Quote, gerundet
Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag nach Einsatz mal Quote berechnet. Bei einer Einzelwette ist die Quote die angezeigte Quote; bei einer Kombinationswette ist die Quote das Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Das bedeutet: aus einem rechnerischen Gewinn von CHF 1’237 werden CHF 1.25 Auszahlung. Die Rundung ist Teil der Geschäftsbedingung und summiert sich über viele Wetten, aber sie ist im Vergleich zur Marge ein kleiner Posten.
Eine wichtige praktische Konsequenz: der Gewinn wird auf zwei Nachkommastellen genau ausgewiesen, aber in 5-Rappen-Schritten ausgezahlt. Wer eine exakte Auszahlung erwartet, sieht eine Auszahlung, die um bis zu CHF 0’045 pro Wette abweicht. Über eine Hinze statistisch vernachlässigbar, aber auf einer Quittung sichtbar.
Rechtliche Lage in der Schweiz: Bewilligung, Gespa-Liste und Sperrliste
Die Rechtslage in der Schweiz folgt dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Online-Sportwetten sind ein Grossspiel, beaufsichtigt von der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern). Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Anzahl Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei beschränkt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Eine Liste weiterer bewilligter Buchmacher gibt es nicht, weil es keine weiteren gibt.
Was gewettet werden darf, ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen. Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste für die Qualifikation zu einer internationalen Meisterschaft oder für das Podium entscheidet; nie Wetten auf Trainingsläufe. Die Liste zeigt keine Eckball- oder Kartenmärkte und keine Esports-Sektion. Veranstaltungen mit vorwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen. Das bedeutet: die Liste ist der Spielraum, den ein Schweizer Veranstalter hat, und Badminton findet sich nur auf der Liste, wenn und soweit die Gespa es führt.
Live-Wetten sind erlaubt, prematch und live, soweit der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat. Das BGS enthält keine statutarische Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Cash-Out ist nicht reguliert; es ist eine Funktion, die der Veranstalter anbietet oder nicht. Virtuelle Sportwetten: die Rechtmässigkeit ist nicht festgestellt – hier nichts behaupten. Esports erscheint auf der Liste nicht.
Wer in der Schweiz eine Sportwette platzieren will, braucht ein Konto beim Veranstalter seines Vertragsgebiets. Eine Online-Registrierung bei Swisslos verlangt mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet und keine bestehende Spielsperre. Jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Das ist die Identitätsprüfung, die das BGS vorschreibt; eine Wette ohne verifizierte Identität ist nicht möglich.
Was die Werbung betrifft: Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein, nicht auf Minderjährige oder gesperrte Personen zielen. Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Glücksspiele ist verboten und wird mit Busse bis CHF 500’000 bestraft. Gratisspiele und Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Aufsicht; Bonus-Anzahlungen und -Bedingungen kommen nur aus den Geschäftsbedingungen des Veranstalters. Eine Werbe-Sperre zu bestimmten Tageszeiten gibt es nicht. Promo-Codes werden hier nicht abgedruckt.
Auszahlung und Steuern
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Die bundesrechtliche Schwelle liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000; im Jahr 2025 lag sie bei CHF 1’070’400. Über der Schwelle behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer zurück, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Die kantonale Schwelle ist unterschiedlich, weshalb der Text «je nach Kanton» schreibt und keine kantonale Zahl nennt. Ein typischer Wettender liegt mit seinem Gewinn deutlich unter der Schwelle: keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer auf den Gewinn.
Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis – namentlich diejenige des Kantons Thurgau – behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz gibt es nicht – nie eine behaupten. Für die konkrete Situation: Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen.
Was die Auszahlung betrifft: Gewinne und Saldi werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt. Anonyme Auszahlungen oder Auszahlungen in Kryptowährungen gibt es bei bewilligten Schweizer Wetten nicht. Keine Kreditierung an Spielende. Welche Zahlungsmarken ein Veranstalter akzeptiert, ist seine Sache und steht in seinen Bedingungen.
Sperrliste und DNS-Sperre
Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomprovider per DNS sperren. Die Liste umfasste Ende 2025 671 Einträge. Die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home als bekannte Beispiele und führt bet365 als auf der Liste. Eine gesperrte Domain wird innert Stunden ersetzt (Domain-Hopping), was die Liste dynamisch macht. Wer also heute auf eine dieser Domains zugreifen kann, hat möglicherweise morgen keinen Zugriff mehr. Die Sperre ist eine Zugangssperre, keine Auszahlungssperre: wer schon Geld auf einem ausländischen Anbieter hat, kann es möglicherweise auszahlen, solange die Plattform funktioniert.
Die Plattformen, die in der Anbieterliste oben ohne Schweizer Bewilligung stehen, können jederzeit auf diese DNS-Sperrliste gesetzt werden. Das ist die Konsequenz für den Spielenden: heute zugänglich, morgen gesperrt. Wer dort schon ein Konto hat, hat im Streitfall keinen Schweizer Ansprechpartner. Die Gespa-Sperre ist also nicht nur eine Zugangshürde, sondern ein Hinweis auf den regulatorischen Status.
Wettangebot für Badminton bei den bewilligten Veranstaltern
Das Wettangebot für Badminton folgt der Gespa-Liste. Das ist der entscheidende Satz für jeden, der eine Wette auf Badminton platzieren will: die Verfügbarkeit ist nicht selbstverständlich, und sie ändert sich, wenn die Gespa die Liste aktualisiert. Die aktuelle Liste ist auf der Gespa-Website veröffentlicht (Version 10.09.2026), und sie führt Badminton als Wettmarkt mit den gängigen Wettbewerben.
Bei den Wettbewerben ist die wichtigste Unterscheidung: Wettbewerbe, die auf der Liste stehen, sind verfügbar; Wettbewerbe, die nicht auf der Liste stehen, sind nicht verfügbar, auch wenn sie international ausgetragen werden. Das bedeutet: ein Spiel der BWF World Tour Super 1000 (All England, China Open, Malaysia Open, Indonesia Open) ist mit hoher Wahrscheinlichkeit verfügbar, weil die Tour eine etablierte Turnierserie ist; ein Spiel einer niedrigeren BWF-Kategorie kann verfügbar sein oder nicht, je nach Listeneintrag.
Was die Wetttypen betrifft: die gängigen Wetttypen (Sieg, Satzwette, Handicap, Gesamtspiele) sind in den meisten Hauptmärkten verfügbar, aber nicht alle. Wer auf eine bestimmte Wette setzen will – zum Beispiel ein Handicap von +3.5 im zweiten Satz – prüft die Verfügbarkeit im Wettprogramm des Veranstalters. Die Gespa-Liste gibt den Rahmen, das Wettprogramm des Veranstalters füllt ihn aus.
Eine weitere Eigenschaft der Schweizer Plattformen: das Wettprogramm ist enger als bei internationalen Anbietern, weil die Liste den Spielraum bestimmt. Wer Badminton auf einer breiten Plattform mit Dutzenden von Märkten pro Spiel sucht, findet das möglicherweise nicht. Wer mit einem knappen Wettprogramm mit den Hauptmärkten zufrieden ist, ist gut bedient. Es ist eine regulatorische Eigenschaft, kein Nachteil im engeren Sinn.
Live-Wetten und Cash-Out bei Badminton
Live-Wetten sind im Badminton grundsätzlich verfügbar, soweit die Liste und der Veranstalter das vorsehen. Bei Sporttip gilt die Live-Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; in spielentscheidenden Situationen kann die Wette mit Quote 1.00 gewertet werden, was einen Wettschutz für den Veranstalter darstellt. Eine Wette, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs platziert wird, zählt ebenfalls mit Quote 1.00 – das ist eine Konsequenz der Live-Wetten-Logik und kein Bonus.
Cash-Out ist bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur als vollständiges Cash-Out und nur online. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es gibt keine Garantie, dass der Veranstalter Cash-Out für jeden Markt anbietet. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn und kann jederzeit vom Veranstalter geändert werden. Wer mit Cash-Out plant, akzeptiert diese Einschränkungen.
Für Badminton heisst das: Cash-Out ist ein technisches Feature, das verfügbar ist, wenn der Veranstalter es anbietet. Es ist kein Werbeargument – es ist eine Funktion mit klaren Einschränkungen. Wer ein Spiel in Echtzeit verfolgen will, findet das Angebot bei Sporttip und wahrscheinlich auch bei Jouez Sport; eine breite Live-Übertragung der Spiele ist davon zu unterscheiden und vom Veranstalter unabhängig.
Kombiwetten, Systemwetten und der Kombiboost
Bei Sporttip ist der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1. Eine Kombinationswette multipliziert die Einzelquoten zur Gesamtquote; eine Systemwette erlaubt es, mehrere Kombinationen aus einem Pool von Spielen zu spielen. Wer CHF 10 auf eine Kombination mit drei Spielen zu 1.90, 1.90 und 1.90 setzt, bekommt bei einem Treffer CHF 68.59 ausgezahlt, was einem Bruttogewinn von CHF 58.59 entspricht. Ein Auszahlungs-Beispiel ist eine Quote von 6’859 mal einen Einsatz von CHF 10.
Der Kombiboost bei Sporttip verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50 je Voraussage. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn Voraussagen. Der Boost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und ist in Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert. Bei Cash-Out verfällt der Boost. Wer den Boost nutzen will, beachtet die Mindestquote 1.50 pro Voraussage und die maximale Anzahl Voraussagen für die höchste Bonusstufe.
Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei Cash-Out verfällt der Boost. Das ist die Mechanik der Boosts: eine Aufwertung, die an Bedingungen geknüpft ist und beim Cash-Out wegfällt.
Wer in der Schweiz wettet: Identität, Wohnsitz und Registrierung
Wer in der Schweiz eine Sportwette platzieren will, durchläuft eine Registrierung, die nicht anonym ist. Bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre, einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Identität wird per Ausweis verifiziert: die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Das ist die Identitätsprüfung nach Art. 47-52 VGS.
Bei der Loterie Romande gilt Entsprechendes für die Westschweizer Kantone. Das Verfahren ist technisch ähnlich: Ausweis, Wohnsitznachweis, Sperrregisterprüfung. Wer die Registrierung versucht und nicht im Vertragsgebiet wohnt, bekommt kein Konto. Wer eine Spielsperre hat, kann die Registrierung nicht abschliessen. Wer unter 18 ist, wird abgewiesen.
Die Verlustlimiten werden bei der ersten Registrierung gesetzt: 1 Tag, 7 Tage, 30 Tage. Die Höhe ist Sache des Spielenden, mit den genannten Obergrenzen (CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Erhöhung greift erst nach 72 Stunden, eine Senkung sofort. Wer nach der Registrierung merkt, dass die Limite zu hoch ist, kann sie sofort senken. Wer merkt, dass sie zu niedrig ist, muss 72 Stunden warten. Das ist die Schutzarchitektur: Senkung als Schutz, Erhöhung als überlegte Handlung.
Was die Spielenden von den Schweizer Plattformen mitbekommen: die Verifikation ist nicht optional. Wer ein Konto will, muss den Ausweis hochladen. Wer kein Konto will, kann an einer Verkaufsstelle spielen, aber auch dort gelten die Spielerschutzregeln, einschliesslich der Verlustlimiten, die für die Verkaufsstelle weniger technisch, aber grundsätzlich gleich umgesetzt werden.
Was die Schweizer Verhandlungsangebote von den internationalen unterscheidet
Ein Vergleich zwischen den bewilligten Schweizer Veranstaltern und den internationalen Buchmachern ist kein Vergleich auf Augenhöhe. Die Schweizer Plattformen sind durch die Gespa-Liste, die Verlustlimiten, die Sperrmechanismen und die Wohnsitzpflicht in ein Korsett gezwängt, das internationale Plattformen nicht haben. Die internationalen Plattformen bieten oft mehr Wetttypen, höhere Limits, breitere Märkte und mehr Boosts. Sie haben aber keine Schweizer Bewilligung, keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister und keinen Schweizer Rekursweg.
Wer das eine will und das andere akzeptiert, ist bei den Schweizer Plattformen gut aufgehoben. Wer das andere will und dieses eine akzeptiert, geht zu einem internationalen Anbieter und nimmt die regulatorischen Konsequenzen in Kauf. Das ist keine moralische Frage; es ist eine rechtliche Frage, die das Geldspielgesetz klar beantwortet.
Die einseitige Schutzarchitektur ist der Hauptunterschied: bei den Schweizer Plattformen sind die Spielenden geschützt, die Anbieter reguliert, die Werbung beschränkt, die Auszahlung gesichert. Bei internationalen Plattformen ist keines davon garantiert. Wer in der Schweiz wettet und die Schweizer Plattformen wählt, hat die regulatorische Sicherheit, die das BGS bietet. Wer eine andere Plattform wählt, hat die regulatorische Unsicherheit, die das BGS ausdrücklich nicht abdeckt.
Für Badminton im Speziellen heisst das: wer das Wettprogramm für Badminton auf einer Schweizer Plattform findet, hat die regulatorische Sicherheit. Wer das breitere Wettprogramm auf einer internationalen Plattform sucht, hat die regulatorische Unsicherheit. Eine Gesamtbewertung hängt davon ab, was wichtiger ist.
Welche Leserin, welcher Leser ist hier richtig
Die Schweizer Plattformen sind richtig für Leserinnen und Leser, die in der Deutschschweiz, im Tessin, in Liechtenstein oder in der Romandie wohnen und Badminton wetten wollen, ohne sich mit der regulatorischen Unsicherheit einer ausländischen Plattform zu belasten. Wer schon einen Wohnsitz im Vertragsgebiet hat, kann ein Konto eröffnen und mit den gängigen Wetttypen spielen. Wer einen Umzug plant, muss das Konto nachziehen oder schliessen.
Internationale Plattformen sind richtig für Leserinnen und Leser, die einen breiteren Markt suchen, höhere Limits akzeptieren und die regulatorische Unsicherheit in Kauf nehmen. Wer dort spielt, sollte wissen, dass die Gespa die Domain jederzeit sperren kann und dass es im Streitfall keinen Schweizer Ansprechpartner gibt.
Die Plattformen ohne Schweizer Bewilligung, die in der Tabelle aufgeführt sind, sind nicht per se schlecht, aber sie sind in der Schweiz nicht zugelassen. Wer dort spielt, sollte das als bewusste Entscheidung treffen, nicht als zufällige Wahl.
Häufige Fragen
Ist Badminton in der Schweiz als Wettmarkt verfügbar?
Badminton ist als Wettmarkt verfügbar, soweit die Gespa-Liste ihn führt. Die Liste (Version 10.09.2026) führt Badminton mit den gängigen Wettbewerben; die Verfügbarkeit jedes Spiels prüft der Spielende im Wettprogramm von Sporttip oder Jouez Sport. Eine pauschale Aussage «Badminton ist verfügbar» ist ungenau – sie gilt für gelistete Wettbewerbe und nicht für alle.
Welche Veranstalter dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten?
Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide haben eine Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz und sind durch die Gespa beaufsichtigt. Swisslos bedient die Deutschschweizer Kantone, Ticino und Liechtenstein; Loterie Romande bedient Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.
Wie funktioniert die Zählweise beim Badminton?
Zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte. Ein Satz ist gewonnen bei mindestens 21 Punkten und mindestens zwei Punkten Vorsprung. Bei 20:20 wird verlängert, bis der Vorsprung zwei Punkte beträgt oder 30 Punkte erreicht sind. Die Rallypoint-Zählweise gilt seit dem 6. Mai 2006 weltweit. Ab 2027 soll auf der BWF World Tour auf zwei Gewinnsätze bis 15 gespielt werden.
Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote?
Gewinn = Einsatz mal Quote. Bei einer Einzelwette mit Quote 1.90 auf einen Sieg und Einsatz CHF 10 ist die Auszahlung CHF 19, der Nettogewinn CHF 9. Bei einer Kombiwette ist die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird der Betrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.
Was ist die Marge und wie erkennt man sie?
Die Marge ist der Anteil des Einsatzes, den der Veranstalter im Durchschnitt behält. Bei einer 2-Wege-Wette mit Quote 1.90 / 1.90 ist die Auszahlungsquote 0.95 (95 Prozent), die Marge 5 Prozent. Eine tiefere Quote bei einem 50/50-Ausgang deutet auf eine höhere Marge hin; eine knapp über dem fairen Wert liegende Quote deutet auf eine niedrige Marge hin.
Welche Verlustlimiten gelten?
Bei Sporttip muss der Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Tagesobergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage.
Wie lange dauert eine Spielsperre mindestens?
Eine produktbezogene Selbtssperre ist für 1 bis 180 Tage möglich, ohne vorzeitige Aufhebung. Eine unbefristete Spielsperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos. Eine Aufhebung der unbefristeten Sperre ist frühestens nach drei Monaten möglich, mit Einbezug einer Fachstelle. Freiwillige Pausen bis sechs Monate sind möglich.
Sind Wettgewinne steuerfrei?
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Die bundesrechtliche Schwelle liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000; die kantonale Schwelle ist unterschiedlich – daher «je nach Kanton». Über der Schwelle werden 35 Prozent Verrechnungssteuer zurückbehalten, die über die Steuererklärung rückforderbar sind. Gewinne aus ausländischen Anbietern werden kantonal unterschiedlich behandelt; im Kanton Thurgau etwa als voll steuerbares Einkommen.
Verfasst vom Team von „Skiwetten”.